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Tobias Hauswurz
Redakteur

Hallo zusammen,

der Bürgerentscheid über die Teilnahme Gelsenkirchens an einer Olympia-Bewerbung ist deutlich dafür ausgegangen. Rund 74 Prozent stimmten mit „Ja“. 

Darum geht’s: Die Region Rhein-Ruhr will die Olympischen Spiele ausrichten. Gelsenkirchen ist Teil dieser Bewerbung. Am Sonntag ist der Bürgerentscheid in den 17 teilnehmenden Kommunen zu Ende gegangen. In Gelsenkirchen konnten rund 184.000 Menschen ihre Stimme abgeben und mitbestimmen, ob sich unsere Stadt der Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044 anschließen soll. In der Veltins-Arena sollen Schwimmwettbewerbe stattfinden.

Das Ergebnis: 74,2 Prozent haben mit „Ja“ gestimmt – das ist im Vergleich mit den anderen Städten eines der besten Ergebnisse für das Ja-Lager. Mit „Nein“ haben in Gelsenkirchen 25,8 Prozent gestimmt.

Die Wahlbeteiligung: In Gelsenkirchen haben vergleichsweise wenige Menschen beim Entscheid mitgemacht. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 26 Prozent. Das heißt, insgesamt haben rund 48.000 Gelsenkirchener abgestimmt.

Die Auszählung: Pünktlich um 18 Uhr wurden am Sonntag die Urnen für die einzelnen Stimmbezirke auf den Auszähltischen ausgeleert. Schnell füllte sich der Boden mit den aufgeschlitzten Stimmzettel-Umschlägen. Die ersten Schnellmeldungen trudelten etwa eine halbe Stunde später ein.

Kurz nach 18 Uhr am Sonntag: Die Auszählung hat begonnen.

So ging es in anderen Städten aus: In allen 17 Städten stimmte die Mehrheit mit „Ja“. Am knappsten war es in der „Leading City“ Köln. Dort waren 57,4 Prozent für Olympia. Das Ergebnis dort war am wichtigsten, weil ohne Köln die gesamte Bewerbung ins Wasser gefallen wäre. In den anderen Ruhrgebietsstädten ist die Zustimmung zum Teil deutlich niedriger als bei uns. In Bochum stimmten 64,0 Prozent dafür, in Dortmund 68,2, in Essen 64,3 und in Oberhausen 62,7. 

Herten ist raus: Auch in Herten war eine deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen für Olympia. Trotzdem ist die Stadt aus dem Rennen. Das liegt daran, dass das Ja-Lager dort das Quorum nicht erreicht hat. 15 Prozent aller Hertener Stimmberechtigten hätten mit „Ja“ stimmen müssen, das hat aber nicht geklappt. Grund dafür ist wohl auch, dass die Hertener sich die Briefwahlunterlagen selbst besorgen mussten und nicht automatisch zugeschickt bekamen. 

Kiel ist auch dafür: Auch in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins wurde am Sonntag abgestimmt. Denn in Kiel könnten die Segel- und Surf-Wettbewerbe stattfinden. Konkurrent Hamburg hat sich bereits auf Kiel festgelegt. Köln-Rhein-Ruhr und München halten sich zusätzlich noch Rostock-Warnemünde offen, auf das sich wiederum Berlin bereits festgelegt hat.

So geht es weiter: Im September will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheiden, ob er mit Berlin, Hamburg, Köln-Rhein-Ruhr oder München ins Rennen geht. In München ist der Bürgerentscheid bereits dafür ausgegangen, Hamburg stimmt im Mai ab, in Berlin läuft das ganze etwas anders – dort stimmt das Abgeordnetenhaus über Olympia ab. Hat der DOSB entschieden, geht es in die nächste Runde zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Wann genau das IOC die Spiele 2036, 2040 und 2044 vergibt, steht aber noch nicht fest.


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Heute wichtig

+++ An den Gymnasien in Gelsenkirchen machen dieses Jahr besonders wenige Schülerinnen und Schüler Abitur. Insgesamt sind es 74. Grund ist die Rückkehr zu G9, also dem Abitur nach 13 Jahren. Der nächste reguläre Jahrgang bekommt erst kommendes Jahr seinen Abschluss. Das Schalker Gymnasium ist nie von G9 abgerückt. Dort schreiben dieses Jahr 53 Schüler ihre Prüfungen. Der Rest sind Schüler, die das Abi wiederholen müssen oder von anderen Schulformen gewechselt sind. An den Gesamtschulen machen hingegen fast 400 Schüler Abitur. Auch dort gab es nie G8. WAZ


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Am Wochenende machen

Das ist heute in Gelsenkirchen los: 

+++ Erzähl-Café: (M)ein Haustier/Lieblingstier, Lesung, Alfred-Zingler-Haus, 14.30 Uhr, Eintritt frei, Alle Infos

+++ Die Ältern, Kommunales Kino, Schauburg Filmpalast, 17.45 Uhr & 20.15 Uhr, ab 3 Euro, Alle Infos

+++ 8. Sinfoniekonzert – Erzählungen, Musiktheater im Revier, 19.30 Uhr, ab 16 Euro, Alle Infos


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Demnächst im Spotlight

28.04.2026 – Feierabendmarkt 2.0: Was muss passieren, damit der Markt nicht stirbt?

Hinter den Kulissen rumort es beim Feierabendmarkt

Einige Händler sind unzufrieden mit der Organisation. Langjährige Stammbesucher machen sich Sorgen um die Zukunft.

Wir wollen offen über die Probleme sprechen: Am Dienstag, den 28. April, laden wir zu uns ins Spotlight ein. Alle können kommen und mitreden: Händler und Verantwortliche, aber auch Gäste und solche, die es mal waren.

07.05.2026 – „Akten des Missbrauchs”: Film-Screening mit Q&A

Der Dokumentarfilm „Akten des Missbrauchs“ von CORRECTIV folgt der Spur geheimer Kirchendokumente bis hinter die Mauern des Vatikans. Während die Kirche weiter Papst Benedikt XVI. schützt, stößt die Recherche auf brisante Belege: Ein von ihm unterzeichnetes Schreiben führt zu einem geheimen Archiv, in dem Verbrechen weltweit dokumentiert werden.  Die investigative Dokumentation führt bis an die Spitze der Kirche – und stellt die Frage nach Verantwortung im Umgang mit Missbrauch.

Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zum Q & A mit dem Reporter hinter der Recherche, Marcus Bensmann, ein.

Alle unsere Veranstaltungen finden Sie unter gelsenkirchen.correctiv.org/veranstaltungen


Am vergangenen Donnerstag hatten wir den Auftakt zu einer neuen Recherche bei uns im Spotlight-Café. Wir möchten herausfinden, wie es in Gelsenkirchener in der Schulsozialarbeit läuft. Denn: Laut einer Studie möchte jeder zweite Schulsozialarbeiter seinen Job hinschmeißen. Die Arbeitsbedingungen sind für viele zu schlecht und der Druck dadurch zu hoch. Um mit möglichst vielen Schulsozialarbeitern aus Gelsenkirchen in Kontakt zu kommen, haben wir eine Umfrage gestartet. Kennen Sie jemanden, der in dem Bereich arbeitet? Dann helfen Sie uns bitte, indem Sie den Link zur Umfrage oder diese E-Mail weiterleiten. 

Danke und bis die Tage

Tobias Hauswurz

An dieser Ausgabe hat Mario Büscher mitgearbeitet.


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