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Tobias Hauswurz
Redakteur

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

der Adventsmarkt in Buer kriegt erstmal kein Budget. Im Dezember war noch richtig viel los, die Veranstalter sprechen von einem Erfolg und wollen das Fest auch 2026 fortsetzen. Aber: In diesem Jahr müssen sie möglicherweise ohne Finanzspritze der Stadt auskommen – denn die Stadtverwaltung muss sparen und die 60.000 Euro für den Adventsmarkt sind im Haushaltsplan nicht vorgesehen. Warum das nicht unbedingt das Aus für den Adventsmarkt bedeutet, erkläre ich weiter unten.

Beratungen über den Haushalt laufen bis ins Frühjahr

Aktuell laufen die Beratungen über den kommunalen Haushalt. Die Stadtverwaltung stellte ihren Entwurf am 18. Dezember in der Ratssitzung vor. Der Entwurf umfasst über 1.000 Seiten und sieht Ausgaben von rund 1,5 Milliarden Euro für 2026 vor. Der Stadtrat muss den Haushalt verabschieden und kann noch Änderungen vorschlagen. 

Für den ersten Entwurf schicken alle Referate und Dienststellen der Verwaltung ihre Mittelanmeldungen an die Kämmerei. Das heißt, sie sagen, was sie planen und wie viel Geld sie dafür brauchen. Die Kämmerei erstellt daraus den Haushaltsentwurf. Ende November waren wir gegen die Stadtverwaltung vor Gericht gezogen, weil sie sich weigerte, uns Informationen zum Haushalt zur Verfügung zu stellen. Das Gericht zwang die Verwaltung letztlich, uns Auskunft zu erteilen. 

Anfang Dezember informierte uns die Stadtverwaltung, dass viele Ansätze im Haushaltsplan gekürzt, verschoben oder gestrichen wurden. Wir haben nachgebohrt, um welche Ansätze es genau geht und jetzt erfahren: Dazu gehört auch das Budget für den Adventsmarkt in Buer. Die Stadt will dadurch 60.000 Euro einsparen. 

Was bedeutet das für den Adventsmarkt? 

Das Weihnachtsdorf auf der Domplatte in Buer war zur Adventszeit beliebt und gut besucht. Veranstalter Christoph Klug zog kürzlich in der WAZ eine positive Bilanz und kündigte an, den Markt auch in diesem Jahr veranstalten zu wollen. Die Finanzierung ist jedoch noch unklar. Es ist offen, ob und in welcher Höhe die Stadtverwaltung den Markt erneut ausschreiben oder sich an den Kosten beteiligen wird.

Der Stadtrat könne noch entscheiden, das Budget wieder in den Haushalt aufzunehmen, sagt Martin Schulmann, Pressesprecher der Stadtverwaltung. „Dafür gibt es ja die Haushaltsberatungen.” Man müsse sich aber auch fragen, ob ein Adventsmarkt wirklich zur Daseinsvorsorge einer Kommune gehöre, so Schulmann weiter. „Vielleicht kann man den Zuschuss aus dem letzten Jahr ja auch als Anschubfinanzierung verstehen, damit der Markt sich in diesem Jahr selbst tragen kann.”

Aber ist das machbar? Alleine die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen lägen im mittleren fünfstelligen Bereich, sagt Christoph Klug, der sich mit seinem Konzept im letzten Jahr auf die Ausschreibung der Verwaltung beworben hatte und den Zuschlag bekam. Wie viel Geld die Stadtverwaltung im letzten Jahr für den Adventsmarkt in die Hand genommen hat, können aktuell weder Martin Schulmann noch Christoph Klug sagen. Er mache gerade erst die Abrechnung, so Klug. Noch diesen Monat sei er außerdem im Rathaus zu einem Nachgespräch verabredet.

Christoph Klug sitzt auch für die FDP im Stadtrat. Er macht sich keine Sorgen, dass der Markt nicht erneut stattfindet und geht derzeit davon aus, dass es wieder eine Ausschreibung geben wird. „Mein Gefühl ist, dass eine Wiederholung auf sehr breite Unterstützung treffen wird.”

Wird er sich auch mit der FDP in den Haushaltsberatungen dafür einsetzen? „Ich will da meiner Partei nicht vorgreifen, aber wir werden uns mit Sicherheit auch in diesem Jahr für die Aufwertung der buerschen Innenstadt einsetzen”, sagt Klug. Die FDP berate intern am kommenden Wochenende über den Haushaltsentwurf. 

Es gibt auch andere Finanzierungsmöglichkeiten, etwa aus einem Budget der Wirtschaftsförderung, das für die strukturelle Entwicklung der Innenstädte vorgesehen ist. Dennoch ist aktuell kein Geld für den Markt vorgesehen. Und wenn er aus anderen Töpfen finanziert würde, fehlte das Geld dann für andere Projekte. Das Geld ist an allen Ecken und Enden und knapp. 

Sanierungsstau: Kein Geld für Kricke-Plastik und Straßenbau

Die Stadtverwaltung hat uns noch weitere Beispiele für Maßnahmen genannt, bei denen 2026 gespart werden soll. 

Kennen Sie die Kricke-Plastik? Das ist die Stahlrohrkonstruktion am kleinen Haus des Musiktheaters. Das Werk des Künstlers Norbert Kricke ist sanierungsbedürftig und muss aufwändig gereinigt werden. Schon 2024 und 2025 stand das im Haushaltsplan, wurde aber nicht umgesetzt. Für dieses Jahr wurde das Vorhaben vorsorglich ganz aus dem Plan gestrichen und verschoben. Rund 230.000 Euro spart sich die Stadtverwaltung dadurch in diesem Jahr. 

Sanierungen von Kunstwerken sind so eine Sache bei der Stadtverwaltung. Eine unserer ersten Geschichten handelte von der Reinigung der berühmten Reliefs von Yves Klein. Die zieht sich schon seit Jahren. 

Auch Baumaßnahmen sollen verschoben werden. Ein Beispiel der Stadtverwaltung: Die geplante Sanierung der Flachsbachstraße in Erle und der Straßen „Am Fettingkotten” und „Fette Wiese” im Zuge von Kanalbauarbeiten wird größtenteils ins nächste Jahr verschoben. Nur 200.000 Euro sollen in diesem Jahr ausgegeben werden, die restlichen 1,1 Millionen Euro im nächsten Jahr. 

Die Haushaltslage wird sich 2027 voraussichtlich weiter verschlechtern. Es ist fraglich, ob im nächsten Jahr genug Geld für die verschobenen Maßnahmen vorhanden sein wird. Die Stadtverwaltung verschiebt die Problematik ins kommende Jahr, ohne zu wissen, ob das Geld dann reichen wird.

Wir wollen weiter für Haushaltstransparenz sorgen

Die Stadtverwaltung hat bisher nur wenige Beispiele genannt, bei denen sie den Rotstift angesetzt hat. Wir haben jetzt die komplette Spar- und Streichliste angefordert. Es ist verständlich, dass die Stadtverwaltung lieber über Investitionen wie den neuen Bildungscampus spricht und nicht über Einsparungen. Gespart wird vor allem an dem, was die Stadt lebenswert macht: Weihnachtsmärkte könnten nicht stattfinden, Kunstwerke verfallen und Straßen bleiben kaputt. Es braucht aber Transparenz, damit die Stadtgesellschaft in den Haushaltsberatungen vernünftig darüber diskutieren kann, wie die Stadt gestaltet werden soll.

Wenn Sie Hinweise dazu haben, zum Beispiel die Streichliste kennen, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an tobias.hauswurz@correctiv.org. Oder lassen Sie uns Infos anonym zukommen. Das geht zum Beispiel so.

Am 29. Januar sprechen wir außerdem bei uns im Café über die Haushaltsberatungen. Wir haben dafür die Stadtverordneten Daniel Siebel (SPD) und Laura Rosen (CDU) eingeladen. Kommen Sie gerne vorbei und diskutieren Sie mit darüber, wie das Geld in unserer Stadt verteilt wird.


Eintritt: 15 Euro; Tickets gibt es in unserem Ticketshop.

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Mitreden

Unsere Neujahrsvorsätze

Neben neuen Themen, die in diesem Jahr wichtig werden, wollen wir  auch an Geschichten dranbleiben, über die wir bereits 2025 berichtet haben. Unter anderem über das Startchancen-Programm. Wie geht es mit dem Bildungsprogramm weiter,  wie sieht die Umsetzung in den nächsten Jahren aus und kann das Programm halten, was es verspricht? Bei unserem Diskussionsabend Ende November wurde deutlich: Der Redebedarf ist groß und das Projekt steht in Gelsenkirchen vor Herausforderungen, zum Beispiel, dass Bauanträge bei der Stadt nicht bearbeitet werden können, weil das Personal dazu fehlt. Dank ihrer Anregungen und Erfahrungen über die aktuelle Situation im Schulalltag, wie zu enge Klassenräume, weil Garderoben in Klassenzimmern sein müssen anstatt auf den Gängen oder keine Mülleimer in Fluren, konnten wir einige neue Rechercheansätze und Perspektiven mitnehmen, die wir in diesem Jahr weiter verfolgen wollen. 

Auch beim Thema Leerstand in den Innenstädten bleiben wir dran und wollen weiterhin kritisch nachfragen. Dazu veranstalten wir am 22. Januar bei uns im Cafe einen Diskussionsabend. Gemeinsam mit Uta Willim, der Chefin der Wirtschaftsförderung, wollen wir über mögliche Lösungen, neue Konzepte und wie Eigentümer zukünftig  mehr in die Pflicht genommen werden können, sprechen. Kommen Sie gerne vorbei und diskutieren Sie mit.

Für uns steht fest: Wir möchten uns weiter als verlässliche journalistische Stimme in Gelsenkirchen etablieren und Ihnen weiterhin eine fundierte Berichterstattung bieten. Kommen Sie gerne auch in diesem Jahr zu uns ins Cafe und sprechen Sie mit uns über die Themen, die Sie in Gelsenkirchen bewegen. 

Sparkassen-Einbruch in Buer

Der Sparkassen-Einbruch in Buer gilt schon jetzt als einer der größten Kriminalcoups in der Geschichte der Bundesrepublik. Kein Tag vergeht seit dem 29. Dezember ohne Neuigkeiten zu dem Fall. Dabei ist die Lage weiterhin undurchsichtig, die Polizei hält sich bedeckt und die Täter sind weiter auf der Flucht. 

Aufgefallen ist der Einbruch am 29. Dezember wegen eines Brandmeldealarms am frühen Morgen kurz vor vier Uhr. Feuerwehr und Polizei entdeckten ein Loch in der Wand zwischen einem Archivraum und dem Tresorraum der Bank.

Bereits am 27. Dezember hatte es früh morgens um 6.15 Uhr einen Einsatz gegeben, bei dem Polizei und Feuerwehr jedoch keinen Schaden feststellen konnten, wie die Polizei mitteilt. Ob die Täter zu diesem Zeitpunkt schon im Gebäude waren, sagt die Polizei nicht. Das werde derzeit noch ermittelt. Zeugen wollen in der Nacht von Samstag auf Sonntag (28. Dezember) mehrere Männer mit großen Taschen gesehen haben.

Überwachungskameras aus dem Parkhaus an der De-La-Chevallerie-Straße zeigen einen schwarzen Audi RS6 und einen weißen Mercedes-Citan mit mutmaßlich gefälschten Kennzeichen. Das Parkhaus ist öffentlich, hat jedoch keinen direkten Zugang zum Bankgebäude. In dieses sind die Täter laut Polizei über ein privates Parkhaus gelangt, das für Mitarbeitende der Bank und Anwohner reserviert ist. Wie sie dort reingekommen sind, wissen wir noch nicht.

Von dort aus verschafften sie sich Zutritt zu einem Archivraum der Sparkasse. Dazu mussten die Täter zwei Türen öffnen. Wie sie das gemacht haben, also etwa mit einem Code oder einer Zugangskarte, ist nicht bekannt. Vom Archivraum bohrten sie dann ein Loch in den Tresorraum.

Am 3. Januar wurden Hannoveraner Kennzeichen am Dortmunder Hauptbahnhof gefunden, die zum Audi passen. Ob es tatsächlich dieselben sind, ist noch nicht klar.

Dienstag wurden Räume der Sparkassenfiliale in Buer von der Polizei nach Datenträgern und Kundendaten durchsucht. Die Auswertung dauert an. Die Sparkasse wehrte sich danach und teilte mit, die Ermittlungsbehörden „nach Kräften” zu unterstützen. Die Herausgabe von Videos und Listen habe mehr Zeit in Anspruch genommen. „Uns ist wichtig zu betonen, dass wir uns in keiner Weise gegen die Herausgabe gesperrt haben”, so die Sparkasse.

Bei dem Einbruch wurde der Großteil der 3250 Schließfächer im Tresorraum aufgebrochen. Nur rund 150 Fächer sind nicht betroffen, sagt die Sparkasse. Die Polizei geht weiter von Beute im Wert eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags aus. So richtig weiß das aber niemand. Die Schätzung beruht auf dem Betrag von 10.300 Euro, zu denen die Schließfächer über die Sparkasse maximal versichert sind. Rund 100 Kunden haben laut Sparkasse höhere Summen versichert.

Der Einbruch beschäftigt auch die Politik. Die SPD-Fraktion im Landtag Nordrhein Westfalen hat eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragt und auch im Stadtrat dürfte der Fall zum Thema werden. AUF fordert einen Sachstandsbericht zum Thema und die AfD hat für Samstag zu einer Demo an der Filiale aufgerufen.

Kleine Korrektur zu „Der Strippenzieher hinter Tierschutz”

Im Thema der Woche des Newsletters vor der Weihnachtspause, haben wir die Partei des Protagonisten Torsten Lemmer mehrmals „Tierschutzpartei” genannt. Das aber könnte zu Verwechslungen führen, worauf uns ein äußerst aufmerksamer Leser hinwies: Lemmer schmiedet seine Bündnisse nicht für die Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz, (kurz: Tierschutzpartei), sondern für die Aktion Partei für Tierschutz (kurz: Tierschutz Hier!). Wir haben den Begriff Tierschutzpartei eher beschreibend genutzt, als als Abkürzung. Zudem ist die erstgenannte Partei auch in keiner der genannten Stadträte vertreten. Wir bitten diese Unklarheit dennoch zu entschuldigen.


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Im Spotlight...

...auf der Bühne

22.01.2026 – Leerstand in der Innenstadt stoppen – aber wie?

Nix los in der Stadt, Geschäfte machen zu und Läden stehen jahrelang leer. Immer wieder beschweren sich Leserinnen und Leser von unserem Newsletter über den Leerstand in Gelsenkirchen. Wir wollen gemeinsam mit der Chefin der Wirtschaftsförderung, Uta Willim, diskutieren, was die Verwaltung gegen Leerstände tun kann, wann Eigentümer in der Pflicht sind und wo es vielleicht bald Bewegung gibt. Wie immer sind auch Sie gefragt: Was würden Sie sich für die Innenstädte in Buer und Gelsenkirchen wünschen? Debattieren Sie mit.

Beginn: 19 Uhr
; Ort: Spotlight Gelsenkirchen, Arminstraße 15, 45879 Gelsenkirchen; Eintritt frei

29.01.2026 – Wohin mit der Kohle?

In der Gelsenkirchener Lokalpolitik laufen aktuell die Haushaltsberatungen. Wir sprechen mit Daniel Siebel (SPD) und Laura Rosen (CDU) darüber, was in dem knappen Haushalt überhaupt möglich ist: Wo muss gespart werden? Wo kann investiert werden? Wer bekommt Geld? Wer bekommt kein Geld?

Beginn: 19 Uhr
; Ort: Spotlight Gelsenkirchen, Arminstraße 15, 45879 Gelsenkirchen; Eintritt frei

31.01.2026 – Märchenpott live: Von Bier und anderen Spinnereien – Die wahre Geschichte von Frau Holle

Im Live-Podcast „Von Bier und anderen Spinnereien – Die wahre Geschichte von Frau Holle” nimmt euch der „Märchenpott”-Podcast mit in Frau Holles Welt und erzählt die Geschichte hinter der Geschichte. Der "Märchenpott", das sind Jenny, Christian und Elena und in ihrem Podcast dreht sich alles um Märchen - und damit um Geschichte, Literatur, Popkultur und Nostalgie. Eben um alles, was in Märchen drinsteckt. Und das ist viel mehr, als man denkt.

Beginn: 19 Uhr
; Ort: Spotlight Gelsenkirchen, Arminstraße 15, 45879 Gelsenkirchen; Eintritt frei

05.02.2026 – Lesung mit Lena Schätte: „Das Schwarz an den Händen meines Vaters”

Lena Schätte liest bei uns aus Ihrem Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters”, der für den deutschen Buchpreis 2025 nominiert war. Ein bewegender Roman über das Aufwachsen in einer Familie, die in den sogenannten einfachen Verhältnissen lebt und die zugleich, wenn es darauf ankommt, zusammenhält.

Beginn: 19 Uhr
; Ort: Spotlight Gelsenkirchen, Arminstraße 15, 45879 Gelsenkirchen; Eintritt: 15 Euro

12.02.2026 – Kneipenquiz im SPOTLIGHT

Wer hat für Schalke das erste Tor in der Bundesliga geschossen? Wie sehen unsere Nachbarstädte von oben aus? Und welche Falschnachrichten gibt es zu Gelsenkirchen? Rätseln Sie mit und kommen Sie zu unserem ersten Kneipenquiz. Zusammen mit der Reporterfabrik von CORRECTIV geht es um Politik, Skurriles, Sport, Medien und vieles mehr. Sie können sich alleine oder als Team mit bis zu sechs Mitspielern anmelden.

Beginn: 19 Uhr
; Ort: Spotlight Gelsenkirchen, Arminstraße 15, 45879 Gelsenkirchen; Teilnahme kostenlos

Alle unsere Veranstaltungen finden Sie unter gelsenkirchen.correctiv.org/veranstaltungen

...auf der Karte

Es gibt Neuigkeiten: Wir verlängern unsere Öffnungszeiten. Ab sofort haben wir von Donnerstag bis Samstag von 9 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Das heißt, Sie können an diesen Tagen auch zum Abendessen zu uns kommen. Oder auf ein Bierchen. Denn das ist die zweite Änderung: Wir dürfen nun auch Alkohol ausschenken.

Unsere Öffnungszeiten in der Übersicht:

Dienstag & Mittwoch: 9 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag bis Samstag: 9 Uhr bis 21 Uhr

Sonntag & Montag: Ruhetag

(Bei Veranstaltungen hat unsere Küche nur bis zum Veranstaltungsbeginn geöffnet. Wir haben aber immer ein paar Veranstaltungssnacks wie Brezeln oder Weingummi im Angebot. Unsere reguläre Speisekarte finden Sie hier.)


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Die Woche auf einen Blick

+++ Das Gelsenkirchener Chemieunternehmen Arsol Aromatics hat Insolvenz angemeldet. 63 Mitarbeitende fürchten jetzt um ihren Job. waz.de

+++ Das Weiser-Kaufhaus in Buer ist fast fertig saniert, der Durchgang zum Markt bleibt allerdings bis März noch geschlossen. waz.de

+++ Die Bogestra hat einige Fahrpläne bei Bussen und Bahnen umgestellt, unter anderem bei den Linien 302, und 381. waz.de

+++ Der FC Schalke 04 hat zwei große Kredite zurückgezahlt - einen für den Ausbau des Vereinsgeländes und ein Corona-Darlehen. radioemscherlippe.de


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Köpfe im Spotlight

Diese Woche im Kurzinterview: Olivier Kruschinski, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Schalker Markt .

Olivier Kruschinski bei uns im Spotlight.
Gibt es einen Platz in Schalke, der für Sie eine persönliche Bedeutung hat?

Das ist ganz klar die St.-Joseph-Kirche. Es ist mein Herzensprojekt, aus der Kirche etwas zu machen, an dem viele Menschen Freude haben. Auch auf meinen Touren komme ich gerne dorthin, weil ich anhand der Kirche erzählen kann, was das Ruhrgebiet verbindet: Bergbaugeschichte und Fußball.

Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie auf Ihren Touren über Gelsenkirchen, aber auch vor allem über Schalke sprechen?

Ich möchte die Teilnehmer zum Nachdenken bringen, provozieren und ihnen neue Perspektive bieten, um die Geschichte der Stadt in ein anderes Licht rücken. Zum Beispiel, dass die Bergbauromantik von hart arbeiten Malochern vor allem eine Perspektive von heute ist. Denn damals war die Arbeit hier sehr modern und technisch innovativ. Die Bedingungen waren nicht härter als in anderen Teilen von Deutschland. 

Wenn Sie eine Sache an Gelsenkirchen ändern könnten, was wäre das?

Schalke muss wieder in die erste Liga, nicht nur wegen des Fußballs. Vor allem damit Gelsenkircher wieder selbstbewusster auftreten und wieder stolz auf ihre Stadt sind. 

Olivier Kruschinski bietet seit über 25 Jahren Touren durch seine Heimatstadt an, vor allem im Stadtteil Schalke. Seit einigen Jahren ist er Vorstandsvorsitzender der Stiftung Schalker Markt und setzt sich für den Stadtteil und seine Bewohner ein. Gemeinsam mit anderen hat er vor einigen Jahren die  Marketingkampagne #401GE ins Leben gerufen.


Ich hoffe, Sie sind mit frohem Mut und frischer Energie ins neue Jahr gestartet. Unsere Redaktion ist es. Wir freuen uns auf alles, was kommt.

Danke fürs Lesen!

Tobias Hauswurz

An dieser Ausgabe haben Mario Büscher und Ronja Rohen mitgearbeitet.


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Schon gewusst?

Auch diese Woche gibt es von mir wieder ein Worträtsel für Sie. Viel Erfolg!

So funktioniert das Worträtsel:

Erraten Sie das gesuchte Wort in höchstens sechs Versuchen. Es sind nur gültige deutsche Wörter zugelassen.

  • Grün: Buchstabe ist richtig und an der richtigen Stelle.
  • Gelb: Buchstabe ist richtig, aber an der falschen Stelle.
  • Grau: Buchstabe kommt im Wort nicht vor.

CORRECTIV ist spendenfinanziert

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