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Tobias Hauswurz
Liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie schon die Wahlplakate der neuen Partei GUT gesehen? Die meisten zeigen einfach den Schriftzug „GUT” in weißer Schrift auf orangenem Grund. Dass die Partei in Wirklichkeit eng mit der rechtsextremen türkischen Bewegung der „Grauen Wölfe” verflochten ist, sieht man den Plakaten nicht an. Darüber schreibe ich in dieser Ausgabe.
Aber eins nach dem anderen: Die Partei GUT tritt in diesem Jahr zum ersten Mal zur Kommunalwahl an. GUT steht für „Gelsenkirchener Union für Teilhabe”. Die Kandidaten auf den Plakaten - es sind fast ausschließlich Männer - wollen ganz offensichtlich wie seriöse und smarte Geschäftsleute wirken. Auf Instagram fordert GUT Dinge wie die „soziale und ökologische Transformation” der Gelsenkirchener Wirtschaft oder eine „aktive, solidarische Integrationspolitik”.
Recherchen von SPOTLIGHT Gelsenkirchen belegen jetzt: Vieles davon dürfte Fassade sein.

Führende Köpfe und Kandidaten von GUT gehören der rechtsextremen türkischen „Ülkücü-Bewegung” an. Sie kennen diese Leute wahrscheinlich eher als „Graue Wölfe”. So bezeichnen Sie sich selbst gerne.
